Viele Hausbesitzer in Bayern suchen nach einer „Solarförderung vom Freistaat" — und sind überrascht, dass es 2026 kein landesweites Förderprogramm mehr speziell für private Photovoltaik gibt. Die gute Nachricht: Die wirklich relevanten Förderungen kommen ohnehin vom Bund und gelten in Bayern genauso. Dazu kommen kommunale Zuschüsse. Wir zeigen, was du in Bayern tatsächlich nutzen kannst.
Kurz gesagt: Das frühere bayerische PV-Speicher-Programm (Teil des 10.000-Häuser-Programms) ist ausgelaufen. Die zentralen Hebel 2026 sind 0 % MwSt, Einspeisevergütung und der KfW-Kredit 270 — plus kommunale Programme einzelner Städte.
1. 0 % Mehrwertsteuer (bundesweit, gilt in Bayern)
Seit Januar 2023 fällt auf die Lieferung und Installation von Photovoltaikanlagen und Batteriespeichern auf Wohngebäuden keine Mehrwertsteuer mehr an. Das ist faktisch die größte „Förderung" und spart dir gegenüber 19 % direkt mehrere Tausend Euro — ohne Antrag, automatisch über den Installateur.
2. Einspeisevergütung nach EEG (bundesweit)
Für den ins Netz eingespeisten Strom bekommst du eine gesetzlich garantierte Vergütung über 20 Jahre. Die Sätze legt die Bundesnetzagentur fest und sie gelten in ganz Deutschland gleich. Ob Überschuss- oder Volleinspeisung sinnvoller ist, hängt von deinem Eigenverbrauch ab — mehr dazu im allgemeinen Förder-Ratgeber.
3. KfW-Kredit 270 (bundesweit)
Die KfW finanziert über das Programm 270 „Erneuerbare Energien – Standard" Photovoltaikanlagen und Speicher mit einem zinsgünstigen Kredit. Das ist keine Zuschuss-Förderung, senkt aber die Finanzierungskosten. Der Antrag läuft über deine Hausbank, bevor du die Anlage bestellst.
4. Kommunale Förderungen in Bayern
Hier liegt der eigentliche bayerische Spielraum: Einzelne Städte, Landkreise und Stadtwerke fördern Photovoltaik oder Speicher mit eigenen Zuschüssen. Höhe und Bedingungen unterscheiden sich stark von Gemeinde zu Gemeinde und ändern sich häufig.
| Ebene | Was es geben kann | Wo prüfen |
|---|---|---|
| Stadt / Gemeinde | Direktzuschuss für PV oder Speicher (€/kWp bzw. €/kWh) | Website der Kommune, Stichwort „Klimaschutzförderung" |
| Stadtwerke / Energieversorger | Bonus für Speicher, vergünstigte Tarife | Direkt beim örtlichen Versorger |
| Landkreis | Beratungs- und Investitionszuschüsse | Landratsamt / Klimaschutzmanagement |
Tipp: Prüfe deine konkrete Adresse im Energie-Atlas Bayern und frag direkt bei deiner Gemeinde nach aktuellen Programmen. Kommunale Töpfe sind oft begrenzt — wer früh anfragt, hat bessere Chancen.
Was bedeutet das für deine Rechnung?
Auch ohne bayerisches Landesprogramm ist eine Anlage 2026 attraktiv: Durch 0 % MwSt, gesunkene Anlagenpreise und gestiegene Strompreise rechnet sich Photovoltaik in den meisten Fällen auch ohne Direktzuschuss. Ein kommunaler Bonus ist das Sahnehäubchen, nicht die Voraussetzung.
Rechne aus, wie schnell sich deine Anlage in Bayern amortisiert — mit deinem Standort, Verbrauch und der aktuellen Einspeisevergütung.
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Häufig gestellte Fragen
Die wichtigsten Fragen zur PV-Förderung in Bayern 2026:
Gibt es 2026 in Bayern eine staatliche PV-Förderung?
Ein landesweites Förderprogramm des Freistaats Bayern speziell für private Photovoltaik oder Speicher gibt es 2026 nicht. Das frühere PV-Speicher-Programm (Teil des 10.000-Häuser-Programms) ist ausgelaufen. Wirksam sind die bundesweiten Instrumente sowie kommunale Programme.
Welche Förderung bekomme ich in Bayern für meine PV-Anlage?
Bundesweit und damit auch in Bayern: 0 % Mehrwertsteuer auf Anlage und Speicher, die Einspeisevergütung nach EEG sowie der zinsgünstige KfW-Kredit 270. Dazu kommen je nach Wohnort kommunale Zuschüsse.
Gibt es kommunale Förderungen für Speicher in Bayern?
Ja, einzelne bayerische Kommunen und Stadtwerke fördern Batteriespeicher mit Zuschüssen. Höhe und Bedingungen unterscheiden sich stark – am besten direkt bei der eigenen Gemeinde und beim örtlichen Energieversorger nachfragen oder im Energie-Atlas Bayern prüfen.